Studie

Musizieren in Deutschland: Verwaiste und verstaubte Instrumente

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Musikmachen verliert zusehends an Bedeutung. Das ist eine der zentralen Erkenntnisse der Studie „Musizieren und Musikinstrumente in Deutschland“. In nur noch 17,7 Prozent aller deutschen Haushalte, das ergab die von der  Society Of Music Merchants e.V. (SOMM) in Auftrag gegebene Konsumentenbefragung, wird tatsächlich ein Musikinstrument gespielt.

Noch im Jahr 2008 hatte bei einer ähnlichen Erhebung gut ein Viertel aller Befragten angegeben, dass zumindest ein Haushaltsmitglied ein Instrument beherrscht.  Für die von der unabhängigen Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführte Studie wurden mehr als elftausend Personen befragt. Die gaben an, dass zwar in jedem dritten Haushalt (33,1 Prozent) noch ein Musikinstrument vorhanden ist, diese aber kaum noch gespielt werden: In sieben Millionen der deutschen Haushalte verstauben Instrumente unbenutzt.

„Außerdem haben wir herausgefunden, dass in kinderreichen Haushalten sehr viel mehr musiziert wird als in kinderlosen und dass die Lust am Musikmachen zwar mit dem Bildungsgrad steigt, aber nicht abhängig ist vom Einkommen“, listet Knöll weitere überraschende Erkenntnisse der Erhebung auf. Ein weiterer Beleg dafür, dass Kosten kein Argument gegen das aktive Musizieren sind: Nur 2,7 Prozent jener, die zwar begonnen haben ein Instrument zu erlernen, aber nun nicht mehr spielen, gaben an, dass ihnen das Instrument selbst zu teuer gewesen sei.   Read the rest of this entry »