Hohe Signalwirkung: Programm „Jedem Kind ein Instrument“ wird ausgedehnt

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JeKi Logo 3Mit dem Programm „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) soll in Nordrhein-Westfalen  jedes Kind künftig die Chance erhalten, ein Instrument zu erlernen. Deshalb wird JeKi  im Ruhrgebiet fortgesetzt  und allmählich auf das ganze Bundesland ausgedehnt werden.  Dieser Prozess wird etwa zehn Jahren dauern. Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff,  nordrhein-westfälischer Staatssekretär für Kultur: „Jedem Kind ein Instrument“ hat sich im Ruhrgebiet nicht nur bewährt. Es ist in dieser Form einzigartig in Europa. Wir wollen allen Kindern un­abhängig von ihrer sozialen Herkunft die Möglichkeit geben, ihre Kreati­vität zu entfalten.“ Oberstes Prinzip für die landesweite Ausdehnung des Programms sei die Freiwilligkeit. Ziel sei eine Teilnahmequote von 80 Prozent. Zahlreiche Prominente unterstützen das Projekt, indem sie als Paten auftreten und einen Un­terstützerkreis gründen. Hierzu gehören unter anderem Daniel Barenboim, Jürgen Flimm, Alexander Pereira und RuhrTriennale-Intendant Willy Decker.

Grosse-Brockhoff zog eine positive Bilanz des Ruhrgebietsprojekts. „Je­dem Kind ein Instrument“ habe eine große Ausstrahlung und Signalwir­kung – nicht nur innerhalb Nordrhein-Westfalens, sondern bundesweit und sogar international. In den Bundesländern Hamburg, Hessen, Thü­ringen und Sachsen seien durch das nordrhein-westfälische Beispiel inspirierte Initiativen entstanden oder in Vorbereitung.“

Im Schuljahr 2009/10 nehmen insgesamt 43.300 Kinder aus 522 Grundschulen in 42 Kommunen des Ruhrgebiets am Projekt teil. 56 kommunale und private Musikschulen sind an dem Projekt beteiligt. Das von den Kindern mit Abstand am häufigsten gewählte Instrument ist die Gitarre, gefolgt von Violine, Flöte und Trompete.

Die Umsetzung des Programms „Jedem Kind ein Instrument“ kostet vom Schuljahr 2007/2008 bis zum Ende des Schuljahres 2010/2011 rund 47,23 Millionen Euro. Davon hat die Kulturstiftung des Bundes 10 Millio­nen Euro als Anschubfinanzierung übernommen. Die prognostizierten Kosten der Ausweitung für das Land steigern sich im Zeitraum 2012 – 2023 je nach landesweiter Abdeckung von etwa 19 Millionen Euro auf ca. 70 – 80 Millionen Euro (einschließlich Ruhrgebiet).

2 thoughts on “Hohe Signalwirkung: Programm „Jedem Kind ein Instrument“ wird ausgedehnt

    JeKi: Neues Fortbildungsangebot said:
    13. Juli 2010 at 23:05

    […] Die Weiterbildungen für Musikschullehrer wenden sich an Unterrichtende im nordrhein-westfälischen JeKi-Projekt. Es sind zunächst zehn eintägige Veranstaltungen geplant, die im Zeitraum September – November […]

    JeKi: Erfolgreich bei Jugend musiziert said:
    1. März 2012 at 21:12

    […] erfreuliche Nachricht und schöne Bestätigung für das Projekt Jedem Kind ein Instrument (JeKi), das sich in Nordrhein-Westfalenerfolgreich seit 2007 für eine breite, musikalische […]

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