Spät-Sprechstarter sind nicht weniger intelligent

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Die Zeitschrift Eltern veröffentlicht in ihrer aktuellen Ausgabe neue Forschungsergebnisse zum Spracherwerb bei Kindern. Vielerorts kann aufgeatmet werden, denn Lernforscher gehen heute davon aus, dass Sprachentwicklung und Intelligenz nur lose miteinander verknüpft sind.

Die einen sagen schon mit neun Monaten Mama, die anderen hören bis zu ihrem zweiten Geburtstag lieber zu:  Sprache entwickelt sich bei jedem Kind anders. Was Eltern oft unter Stress und Erzieher und Lehrer unter Druck setzt, relativiert sich jetzt, wie neue Forschungsergebnisse versprechen. Sprech-Spätstarter sind nicht per se weniger intelligent als Frühstarter, da die Lernforscher davon ausgehen, dass Sprachentwicklung und Intelligenz nur lose zusammenhängen.

Wenn ein Kind erst mit zwei Jahren die Lust zu sprechen entdeckt, kann es sich im Schulalter außergewöhnlich entwickeln. Was aber nicht bedeutet, dass sich alle Auffälligkeiten im Spracherwerb von selbst auswachsen. Es gibt Alarmzeichen, auf die auch Musikpädagogen achten können: Schreit ein Kind in der Babygruppe auch mit fünf Monaten noch so monoton wie ein Neugeborenes oder beginnt es im zweiten Halbjahr nicht mit dem Brabbeln, kann dies an einer Hörstörung liegen. Hier gilt: Je früher es Hilfe bekommt, etwa in Form von Hörgeräten, desto besser für das spätere Sprechenlernen.

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